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Homöopathie
Was
heißt Homöopathie?
Die
Bezeichnung Homöopathie stammt von ihrem Begründer, dem
deutschen Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann. Das Wort selbst kommt
aus dem Griechischen und kann mit "ähnliches Leiden"
übersetzt werden.
Homöopathie
- Was ist das?
Homöopathie
ist eine spezifische und individuelle Behandlungsmöglichkeit,
die davon ausgeht, daß eine Substanz, die in einem Menschen
oder Tier Symptome einer Krankheit hervorruft, auch zur Behandlung
dieser eingesetzt werden kann. Ziel der Homöopathie ist die
Anregung der Selbstheilungskräfte des Organismus.
Woraus
und wie werden homoöpathische Arzneimittel hergestellt?
Homöopathika
werden aus tierischen, pflanzlichen und mineralischen Ausgangsstoffen
hergestellt. Bekannte pflanzliche Mittel sind z.B. Arnica, Belladonna
(Tollkirsche) oder Pulsatilla (Küchenschelle). Tierische Homöopathika
stammen unter anderem von der Biene (Apis) oder vom Tintenfisch
(Sepia). Calcium (Kalk) oder Silicea (Kieselsäure) entstammen
wiederum von Mineralien.
Was
heißt potenzieren?
Unter
potenzieren versteht der Homoöpath verdünnen. Die ursprüngliche
Substanz (Ursubstanz oder Urtinktur) wird nach präzisen festgelegten
Regeln stufenweise verdünnt. Je nach Verdünnungsstufen
unterscheidet man verschiedene Potenzen. Sogenannte D-Potenzen werden
im Verhältnis 1:10, C-Potenzen 1:100 oder LM-Potenzen 1:50
000 verdünnt.
Wie
werden homoöpathische Arzneimittel dargeboten?
Ausgangsstoffe
für Dilutionen (flüssige homöopathische Arzneimittel)
sind verschiedenste Lösungen und Urtinkturen. Aus flüssigen
und festen Zubereitungen können weitere Darreichungsformen
wie Streukügelchen, Tabletten, Einreibungen, Salben, Augen
-, Nasentropfen, etc. hergestellt werden.
Die einfachste Darreichungsform für Tiere stellen Tabletten
oder Globuli (Streukügelchen) dar. Sie sind in jeder beliebigen
Potenz erhältlich.
Wie
werden Homöopathika dosiert?
Die
richtige Dosierung und Häufigkeit der Anwendung ist gerade
bei der Homoöpathie eine schwieriges Kapitel. Als Leitlinie
gilt: Je gröber, je akuter die Erkrankung, desto häufiger
die Gaben (max. 5xtgl.). Je feiner das Symptomenbild, je chronischer
der Zustand, entsprechend seltenere Anwendung (1-2xtgl.). Grundsätzlich
gibt es keine bindende Regel für die anzuwendende Potenzhöhe,
da die Reizbarkeit und die individuelle Ansprechbarkeit des Organismus
mitbrücksichtigt werden müssen. Als Richtwert gilt: 1-3xtgl
5-10 Tropfen bzw. 1Tablette bzw 5-10 Globuli.
Zu beachten ist jedoch, daß mit steigender Potenz zwar der
Arzneimittelgehalt abnimmt, aber die Wirkstärke zunimmt. Bei
Nachlassen der Beschwerden die Gaben reduzieren, beim Verschwinden
absetzen.
Erstverschlimmerung
- das falsche Homöopathikum?
Nein
- ganz im Gegenteil. Die Wahl der richtigen homöopathischen
Arznei kann gelegentlich die aufgetretenen Krankheitssymptome noch
verstärken. Gerade diese Erstverschlimmerung ist ein Beweis
für die richtige Wahl und damit positiv zu bewerten.
Wann
kann man homoöpathische Arzneimittel einsetzen?
Hier
gilt derselbe Grundsatz wie bei allen anderen Naturheilverfahren:
Sie können nur dort wirken, wo Vorgänge gestört,
aber nicht zerstört sind. Gesundheit ist durch ungestörte
Regelvorgänge gekennzeichnet. Jede Krankheit beginnt mit einer
Veränderung dieser Vorgänge.
Die Einsatzgebiete der Homöopathie sind vielfältig und
reichen von der einfachen Wundbehandlung, Abwehrsteigerung, schmerzhaften
Entzündungen, über Behandlung ansteckender Erkrankungen
bis hin zur Schockbehandlung.
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