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Hunde

Ernährung

Freßverhalten und Anatomie
Hunde gehören zwar zu den Carnivoren, den Fleischfressern, sie können aber auch von Pflanzen leben. Beutetiere werden mit Haut, Haaren und Magen-Darmtrakt gefressen. Somit werden auch Pflanzen aufgenommen, da die meisten Beutetiere den Pflanzenfressern angehören. Vom Freßverhalten her sind Hunde als Rudeltiere gierige Fresser. Sie sind Schlinger. Große Futtermengen können auf einmal aufgenommen werden. Kleine Hunde können bis zu 650 ccm aufnehmen, eine Dogge bis zu 11.000 ccm. Sie können auch lange Zeit (einen Monat lang) ohne Futter auskommen. Der Darmtrakt der Fleischfresser ist im Vergleich zu dem der Pflanzenfresser sehr kurz (3-7m). Das Verhältnis Körper zu Darmlänge 1:4-1:6. Hunde können keine Zellulose verdauen, daher sollte der Rohfasergehalt des Futters zwischen 3 und 5% liegen. Die Darmpassagezeit des Hundes, jene Zeit, die der Nahrungsbrei im Magen-Darmtrakt verweilt, ist mit max. 24 Stunden kurz. Im Dünndarm findet hauptsächlich die Nahrungsaufspaltung und die Aufnahme der Inhaltsstoffe statt.

Futterbedarf und Zusammensetzung ist abhängig von:
der Größe: kleine brauchen relativ mehr als große Hunde
im zunehmenden Alter nimmt der Bedarf ab
bei abnehmender Umgebungstemperatur steigt der Energiebedarf
von Haut und Haar: langes Fell und dicke Fettpolster isolieren gut und senken daher den Bedarf
von der Aktivität des Hundes
von der Belastung bzw. Arbeit

Wichtig ist eine sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgewogene Ernährung, denn ein Überschuß eines Inhaltsstoffes kann zu einem Mangel eines anderen führen. Zum Beispiel übermäßige Mengen an Phosphor führen bei ausreichender Calziumversorgung zu Calciumangel.

Im Wachstum sollten vor allem große Hunderassen verhalten gefüttert werden. Eiweiß-, energie- und calziumreiches Futter kann zu schweren Schäden der Knochen und Gelenke führen. Ein Übermaß an Multivitaminpräparaten und Mineralstoffen begünstigt Skeletterkrankungen ebenso.

Trächtige Hündinnen bekommen in den ersten 4 Wochen keine Erhöhung der Futtermenge, diese wird erst in der 5.-8. Woche langsam auf das 1,25-1,5 fache gesteigert.
Jagd-, Schutz- und Turnierhunde benötigen die 1,5-2 fache Futtermenge.

Der beste Weg, Hunde ausreichend und ausgewogen zu ernähren, stellt die Verfütterung von Fertigfutter (Trockenfutter od. Feuchtfutter in Dosen) dar. Eine Vielzahl von Anbietern stellt eine je nach Alter und Leistung angepaßte Futterpalette zur Auswahl.
Wenn Sie selber eine Ration zusammenstellen wollen, dann sollten Sie die Rationsgestaltung mit uns absprechen. Wir beraten Sie gerne.

Wasserbedarf
Wasser ist der grundlegenste Bestandteil der Nahrung. Der Wasserbedarf des Hundes beträgt 35-60 ml/kg Körpergewicht. Eine kontinuierliche Wasserzufuhr ist lebensnotwendig, denn Hunde können Wasser nicht lange speichern. Es muss also immer zur Verfügung stehen.
Die Trinkwasseraufnahme bei Trockenfütterung beträgt das 4-fache wie bei Feuchtfütterung.
Die Wassermenge ist dem Wachstum, der körperlichen Leistung, Milchbildung, Umgebungstemperatur und Krankheit entsprechend anzupassen.
Die Wasserzufuhr ist wichtiger als die Nahrungszufuhr. Ein Nahrungsentzug über zwei Wochen wird ohne nennenswerte Auswirkungen ertragen, ein Wasserentzug über einige Tage endet tödlich.

 
         
       
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