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Der Igel-ein besonders schützenswertes Tier
Der Igel ist ganzjährig geschützt. Ein Igel darf weder
gefangen noch getötet werden. Verletzte, kranke oder junge
Igel, die in der Natur nicht überleben könnten, dürfen
solange bis der Igel ein selbständiges Leben führen kann,
gepflegt werden.
Der
erwachsene Igel:
Ein erwachsener Igel wird bis zu 30 cm lang und bis zu 1-1,3 kg
schwer und selten älter als 5 Jahre.
Wann
ist er anzutreffen?
Er ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Tagsüber
ruht er sich aus.
Vermehrung?
Der Igel gehört zu den Säugetieren mit 1-2 Würfen
pro Jahr. Die Trächtigkeitsdauer beträgt 35 Tage. Durchschnittlich
2-6 Junge werden blind geboren. Bei der Geburt sind die Stacheln
weich, weiß, und in die Haut eingezogen. Später färben
sie sich dann braun. Die Jungen verlassen mit 6 Wochen bereits die
Mutter.
Gebiß?
36 nadelspitze Zähne.
Geruchssinn?
Der Igel ist ein Nasentier, d.h. sein Geruchssinn ist ausgezeichnet.
Die Nase ist normal feucht.
Gehör?
Er hat ein hochempfindliches Gehör, mit dem er sogar Ultraschallkomponenten
empfangen kann.
Wie
schützt sich der Igel vor Feinden?
Durch besondere Anordnung der Muskulatur ist der Igel imstande,
sich "einzuigeln". Dabei deckt er seine nicht durch Stacheln
geschützte und dadurch empfindliche Bauchseite durch kugelförmiges
Einrollen ab.
Was
frißt ein Igel?
Der Igel gehört zu den Insektenfressern. Zu seinen Futtertieren
gehören Regenwürmer, Asseln, Schnecken, aber auch Frösche,
Kleinechsen, Schlangen, Mäuse etc.. Auch Obst und Körner
gehören zu seinem Repertoire.
Was
macht ein Igel im Winter?
Bei Temperaturen unter 12°C fällt ein Igel in den Winterschlaf.
Der Herzschlag wird langsamer und die Gerinnungsfähigkeit des
Blutes geht zurück. Wird der Igel bei 20°C gehalten, fällt
er nicht in den Winterschlaf und trägt dadurch aber auch keinen
Schaden davon.
Wie
verhält man sich, wenn man einen Igel findet?
Verletzte Igel sollen sofort zu einem Tierarzt gebracht werden.
Igel, die unter 600-700 g schwer sind, dürfen mitgenommen und
gepflegt werden. Schwerere Igel sind dort zu belassen, wo sie herkommen.
Treffen
Sie mitten im Winter einen Igel an, dann ist er auf jeden Fall mitzunehmen.
Was soll man einem Igel füttern?
Dosenfutter für Hunde und Katzen, Faschiertes, gekochte Eier
und Obst. Empfehlenswert ist das Einmischen von Ballaststoffen wie
gekochte Karotten oder Knorpel von Hühnerknochen. Auch ist
dem Igel stets frisches Wasser anzubieten.
Auf keinen Fall sollte ein Igel mit Kuhmilch gefüttert werden.
Dies löst Durchfälle mit meist tödlichem Ausgang
aus.
Wie ernährt man Igelbabys?
Bis zu einem Gewicht von 100g sollen Igel mit einer Mischung aus
Schlagobers und Fencheltee zu gleichen Teilen und einer Prise Schlämmkreide
alle 3-4 Stunden gefüttert werden. Weiters kann auch Katzenmilchersatz
verwendet werden.
Ab 100g wird dünnflüssiger Kindernährbrei angeboten,
dem später zerhacktes Hühnerfleisch beigemengt wird. Ab
150g soll der Igel auf selbständige Nahrungsaufnahme umgestellt
werden.
Wie
viel sollte einem Igel gefüttert werden?
Überfütterung kann zu Leberverfettung und Lähmungserscheinungen
führen. In Gefangenschaft sollte das Gewicht 900g nicht überschreiten.
Die Futtermenge für einen ausgewachsenen Igel sollte einen
gehäuften Eßlöffel pro Tag nicht überschreiten.
Wie
merkt man, ob ein Igel das Futter verträgt?
Normalerweise setzen Igel "feste Würstchen" ab. Wird
der Kot weich, sollte eine Nahrungsumstellung durchgeführt
werden.
Wie soll der Igel untergebracht werden?
Der Igel als Einzelgänger ist am liebsten allein untergebracht.
Wird er alleine gehalten, braucht er eine geräumige Unterbringung
(mind. 2 m2), wobei die Seitenwände mindestens 40
cm hoch sein sollten. Ist das Tier nachts frei, dann genügt
eine mit Zeitungspapier ausgelegte Kiste tagsüber. Diese soll
an einem warmen Platz (mind. 18°C) aufgestellt sein. Bieten
sie einem Igel einen Schuhkarton mit einem Loch und Heu, dann wird
er sich selbst eine gemütliche Höhle basteln.
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