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Kaninchen

Soll man Kaninchen alleine oder mit Partnern halten?
Kaninchen sind gesellige Tiere. Eine Einzelhaltung ist aus Tierschutzgründen abzulehnen. Zwei weibliche Tiere vertragen sich ohne weiteres miteinander. Rammler, so nennt man die Männchen, müssen kastriert sein.

Wie alt werden Kaninchen?
Sie erreichen ein Alter von 6-14 Jahren bei einem Gewicht von 1-8 kg.

Wann werden sie geschlechtsreif?
Die Geschlechtsreife (nicht Zuchtreife) erreichen sie mit 8 Wochen.

Wann werden sie zuchtreif?
Mit einem ½ Jahr.

Wie lange tragen Kaninchen?
31 Tage

Wie sehen die Jungen bei der Geburt aus?
Kaninchen sind Nesthocker, bei der Geburt nackt und blind.

Wann haben Kaninchen ihre Aktivitätsphase?
Sie sind dämmerungsaktiv. Sie schlafen tagsüber und sind nachts munter. Für Kinder sind sie nur bedingt geeignet.

Wie soll ein Kaninchenkäfig ausschauen?
Die Mindestanforderung für Kaninchenkäfige beträgt 100 cm x 60 cm x 50 cm, pro weiterem Kaninchen steigert sich der Platzbedarf um 1/3. Bewährt hat sich eine 2. Etage im Käfig. Als Einstreu eignen sich getrocknete Sägespäne von unbehandeltem Holz oder am besten Heu. Da Kaninchen Fluchttiere sind und ganz besonders ängstlich auf Annäherung von oben reagieren (Beutegreifreflex), sollte jedes Tier einen Fluchtplatz besitzen.

Soll man Kaninchen frei laufen lassen?
Da Kaninchen Lauftiere sind, ist eine halbe Stunde Auslauf pro Tag Minimum. Ansonsten verfetten die Tiere häufig, was die Lebenserwartung deutlich senkt.

Wie hebt man ein Kaninchen hoch?
Man greift das Tier am Nackenfell und unterstützt mit der anderen Hand das Hinterteil. Dies ist besonders wichtig, sonst kann es zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen.

Was ist bei den Zähnen zu beachten?
Die Zähne des Kaninchens wachsen lebenslang. Bei Fehlstellung der Zähne kann es zu übermäßigem Wachstum kommen, sodass eine normale Futteraufnahme nicht mehr möglich sein kann. Meist merkt man, dass die Tiere dann stark abnehmen. In diesem Fall muß unbedingt eine Zahnkorrektur durchgeführt werden, sonst stirbt das Kaninchen.

Was bedeutet Koprophagie?
Kaninchen setzten 2 Arten von Kot ab: Den normalen, festen kugelig geformten, und meistens des nachts weichen, bräunlichen Blinddarmkot, der besonders vitamin- und nährstoffreich ist. Dieser wird von den Kaninchen wieder gefressen. Das ist für sie lebensnotwendig.

Bei welcher Temperatur sollen Kaninchen gehalten werden?
Ihr Temperaturoptimum liegt bei 18°C, ihre kritische Temperatur liegt bei 25°C. Dies ist unbedingt zu beachten, wenn man z.B. den Käfig ins Freie oder auf den Balkon stellt. Wird der kritische Punkt überschritten, kann dies mit Todesfällen enden.

Wie füttert man Kaninchen?
Am besten mit Heu aus einer Raufe. Dies ist wichtig für den Abrieb der Zähne und zur Deckung des Rohfaserbedarfs. Weiters sollte man Karotten, Kiwi, Paprikastückchen, Salat, Äpfel, gekochte Kartoffel, Zweige von Obstbäumen oder Linden verabreichen. Als Kraftfutter ist Hafer gut geeignet. Füttert man Fertigfutter, so braucht das Kaninchen 10g Futter pro kg Körpermasse. Wichtig, wie bei allen Pflanzenfressern, ist, plötzlichen Futterwechsel zu vermeiden. Wasser muß über einen Einhängetränker zur Verfügung gestellt werden.

Was ist, wenn das Kaninchen abmagert?
Dies ist ein deutliches Krankheitssymptom. Das Kaninchen muss dringend zu einem Tierarzt gebracht werden. Es empfiehlt sich überhaupt, das Tier einmal wöchentlich zu wiegen.

Gibt es Impfungen für Kaninchen?
Einmal jährlich im Frühjahr sollten sie gegen Myxomatose und RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease) schutzgeimpft werden.

Was ist Myxomatose?
Es handelt sich dabei um eine für Kaninchen gefährliche Viruserkrankung, die mit Schwellungen im Bereich der Augen, Ohren, und der anderen Körperöffnungen beginnt. Später kommt es zu einer Lungenentzündung. Nur 1-2% der Tiere überleben diese Erkrankung. Sie wird von Stechmücken übertragen. Daher sind auch im Haus lebende Kaninchen nicht vor dieser Erkrankung gefeit. Leider ist diese Krankheit unbehandelbar.

Was ist RHD?
Es handelt sich dabei um eine Viruserkrankung, die meist rasch zum Tod des Kaninchens führt. Die Tiere haben Fieber, blutigen Nasenausfluß und bekommen Atembeschwerden. Diese Erkrankung führt zu Blutungen in den Organen. Übertragen werden die Viren meist durch Stechmücken.

 
         
       
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