Leistungen
Alternativmedizin
Hunde
Katzen
Heimtiere
Aktuelles
Tipps &Tricks

 

 
Igel
Goldhamster
Kaninchen
Meerschweinchen
Schildkröten
Vögel

Heimtiere

Schildkröten

Wo bekommt man eine Schildkröte?
Am besten von einem Züchter! Dies hat auch den Vorteil, dass man sich ausführlich über die Schildkrötenhaltung informieren kann. Das Tier, das sie kaufen, muss eine gültige Cites-Bescheinigung haben. Dadurch wird die Identität der Schildkröte als Zuchttier bestätigt, denn diese Art der Wildtiere ist bereits vom Aussterben bedroht und unter Artenschutz gestellt worden.

Wie vermehren sich Schildkröten?
Schildkröten legen Eier.

Wie alt wird eine Schildkröte?
Je nach Art verschieden. Riesenschildkröten werden bis zu 189 Jahre, Landschildkröten an die 40 Jahre und Rotwangen-Schmuckschildkröten 15 Jahre alt.

Kann man Landschildkröten im Freien halten?
Direkte Freilandhaltung von Landschildkröten ist nur bei der Art entsprechenden Temperaturen zulässig. Im Sommer sollten sie sogar im Freien gehalten werden, da es ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Eine Abgrenzung des Freigeheges mit Hasendraht oder Obstbaumnetz reicht dazu völlig aus. Aber die Kante des Gitters muß 30-50 cm tief ins Erdreich ragen, sonst graben es die Schildkröten aus. Direkte Sonneneinstrahlung muss vorhanden sein, aber nicht durch Glas, da UV-Strahlung Glas nicht durchdringt, diese aber für die Vitamin-D Bildung essentiell ist. Trotzdem muss auch ein schattiges Plätzchen vorhanden sein, in das sich die Schildkröte zurückziehen kann. Bei Werten unter 15°C am Tag, bzw. 10°C in der Nacht gehören die Tiere ins Haus. Alle Reptilien sind poikilotherm, d.h. wechselwarm. Sie haben die gleiche Körpertemperatur wie die jeweilige Umgebung.

Wie groß soll das Terrarium sein?
Die Tiere müssen sich ausreichend bewegen können.
Kleinere Landschildkröten: 1-2 Tiere auf 2 m2 , für jedes weitere Tier 0,5 m2
Mittelgroße Landschildkröten: 1-2 Tiere auf 3 m2, für jedes weitere Tier 1 m2
Größere Landschildkröten: 1-2 Tiere auf 6 m2, für jedes weitere Tier 2 m2
Doch je größer das Terrarium, desto besser läßt es sich einrichten. Es sollte eine warme, trockene Zone und eine kühle, feuchte Zone aufweisen. Schildkröten frei in einer Wohnung zu halten, ist abzulehnen, da diese Tiere wechselwarm sind, und die Möglichkeit haben müssen, sich unter einer Wärmequelle aufzuwärmen.

Wie soll ein Terrarium aussehen?
Die Haltung von Schildkröten hat sich am biologischen Rhythmus der Wildform zu orientieren. Der Boden sollte mit einer mindestens 5 cm hohen Schicht aus einem Gemisch aus grobem Sand und Erde bedeckt sein. Sehr gut für die trockene Seite hat sich auch gepresstes Heu bewährt. Für den anderen Teil sticht man im Garten ein Stück wilde unbehandelte Wiese aus. Es sind Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten einzurichten, die es den Tieren ermöglichen, sich zur Gänze zu verschanzen. Das Terrarium muss beheizbar sein. Die Temperatur ist artenspezifisch, doch sollte sie mindestens 20°C betragen. Eine zusätzliche Wärmequelle muss für die Tiere erreichbar sein. Sie müssen tageslichtähnlich beleuchtet sein. Aber auch ein Freilandterrarium sollte über beheizbare Schutzhütten verfügen.

Was fressen Landschildkröten?
Landschildkröten sind Vegetarier. Eventuell fressen sie auch Würmer, Schnecken und käufliche Pellets. Zur Fütterung sollten vor allem natürlich gewachsene Pflanzen wie Löwenzahn, Klee, Wegerich etc. verwendet werden. Ganz wichtig sind Zusatzgaben von Kalk, Vitaminen und Spurenelementen. Beim Füttern ist darauf zu achten, dass das Futter vom Vortag entfernt wird.
Bitte kein Katzenfutter oder Ähnliches zufüttern.
Für Tiere, die im Winter nicht schlafen, sind jede Sorte Gemüse oder Salat geeignet. Sepia-Schale oder Kalkstein wird gerne zur Deckung des recht hohen Calzium-Bedarfs angenommen. Zweimal die Woche kann man etwas Obst dazufüttern.

Brauchen Schildkröten Wasser?
Frisches Wasser ist für Schildköten genauso selbstverständlich wie für andere Tierarten.

Was fressen Wasserschildkröten?
Diese sind Fleischfresser (Fische, Fleisch, Würmer, Schnecken und eventuell vegetarische Zukost). Auch hier sind Zusatzgaben von Kalk, Vitaminen und Spurenelementen wichtig.

Was macht man im Winter?
Für diese Zeit sollte ein Terrarium im Haus angelegt werden, wenn nicht sowieso vorhanden. Über der trockenen Zone bringt man eine 100 Watt Glühbirne, am besten eine Pflanzenlampe so an, dass unter dem Lichtkegel eine Temperatur von 35-42°C gemessen wird. Leuchtdauer 12 Stunden täglich.

Müssen Schildkröten nicht Winterruhe halten?
Winterruhe ist ein physiologischer Vorgang, der eingeleitet werden muß. Unsere Heimschildkröten brauchen aber nicht unbedingt die Winterruhe. Für Zuchttiere (bei europäischen, nordamerikanischen, nordafrikanischen und westasiatischen Schildkröten) hingegen ist sie unbedingt nötig.

Halten auch Wasserschildkröten Winterruhe?
Ja! Diese werden zu diesem Zweck in ein Aquarium oder einen ähnlichen Behälter gesetzt. Der Wasserspiegel darf nicht höher als der Panzer sein. Überwintert werden sie im Keller oder Kühlschrank (siehe unten).

Wie leitet man die Winterruhe ein?
Die Winterruhe währt von Oktober/November bis März/April.
Es gibt 3 Möglichkeiten: Überwintern im Freiland, im Keller oder im Kühlschrank.

Überwintern im Freiland: 50-60 cm tiefe Gruben werden angelegt, in die Humus oder ein Sand-Laub-Gemisch gefüllt werden. Nach dem Eingraben der Schildkröten werden die Gruben mit 50 cm Stroh oder Laub bedeckt.
Überwintern im Keller: Der Darm der Schildkröte sollte vorher entleert werden. Ein Bad in 30°C warmem Wasser führt zum Kotabsatz. Anschließend wird sie in eine Kiste, die mit trockenem Laub oder Moos gefüllt ist, gesetzt. Zur Durchlüftung sollen kleine Löcher in die Kiste geschnitten werden. Zum Schutz vor Mäusen und Ratten muß man ein Drahtgitter auf die Kiste legen. Diese Kiste wird dann in einem frostsicheren Kellerraum bei 4-8°C gelagert. Bei sehr trockener Luft sollte man die Kiste immer wieder mit Wasser besprengen, ohne aber den Inhalt naß zu machen.

Überwintern im Kühlschrank: Ist dann zu empfehlen, wenn ein Keller fehlt.
1. Möglichkeit: Die Landschildkröte wird auf einen Einsatz im Kühlschrank gestellt, unterhalb ein Behälter mit Wasser. Wasserschildkröten werden in ein Wasserbecken gestellt, wobei ihnen das Wasser bis zum Bauch reichen sollte. Die Belüftung wird am besten von außen durch einen Aquariumbelüfter gewährleistet (Achtung: die Kühlschranktür darf den Schlauch nicht quetschen!)
2. Möglichkeit: die oben beschriebene Kiste wird in den Kühlschrank gestellt und alle 4-8 Wochen wird gelüftet, die Feuchtigkeit kontrolliert und eventuell befeuchtet.
Wachen Tiere schon nach 6-8 Wochen auf, darf eine weitere Kühlhaltung keinesfalls fortgesetzt werden.

Wie wird die Winterruhe beendet?
Wenn es im März/April warm wird, werden die Schildkröten durch warmes Wasser geweckt und sofort gefüttert.

 
         
       
home  ||   A-8423 St.Veit, Wagendorf, Karwaldweg 2 Tel.: 03453 / 4190, Fax: 03453 / 4190-22