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Haltungssysteme
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Welche Haltungssysteme bedeuten die Zukunft?
Bei
den Haltungssystemen in der Schweineproduktion werden in Zukunft
nicht nur betriebswirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen
sein. Markenfleischprogramme fordern sowohl beim Endprodukt wie
auch bei tiergerechter Haltung höhere Standards. Im Endeffekt
bestimmt der Konsument, was und wie produziert wird.
Hat man bisher geglaubt, dass nur mit konventionellen Systemen rentabel
Schweine produziert werden können, so haben die Entwicklungen
auf dem Gebiet "artgerechte Haltung" gezeigt, dass sich
Grundbedürfnisse der Schweine mit wirtschaftlicher Haltung
vereinbaren lassen.
An 3 ausgewählten Beispielen wollen wir das verdeutlichen.
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FAT 2 Abferkelbucht
Die
FAT (Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik)
Bucht wurde in Tänikon (Schweiz) entwickelt. Die Sau wird während
der Abferkelung nicht fixiert. Abferkelbuchten mit Kastenständen
werden vor allem konstruiert, um die Erdrückungsverluste zu
minimieren. Versuche haben gezeigt, dass sich die Reproduktionsleistungen
von Systemen mit Fixierung der Sau und der freien Abferkelung nicht
unterscheiden. Die Investitionskosten für die FAT Bucht liegen
nur geringfügig höher als die für Abferkelbuchten
mit Kastenstand (5-7%).
Versuchsaufbau/Reproduktionsleistungen

Der
Grundriß zeigt, dass die FAT Bucht eine Fläche von 7
m² einnimmt. Durch die Teilung der Buchten in einen Kot- und
Liegeplatz ist die Sauberkeit gewährleistet, die Sau wählt
den Liegebereich als Geburtsort. Der Kotbereich wird dabei als durchgehender
Güllekanal ausgeführt.
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Babyporc Ferkelkiste
Eine
günstige und rasch umsetzbare Lösung für die Ferkelaufzucht
stellen die Polyesterkisten der spanischen Firma Cots dar. Diese
werden für 40 - 90 Ferkel/ Container angeboten.
Die Kisten sind mit Bodenheizung, Thermostat und Ventilator ausgestattet.

Babyporc
1: 2,2 x 2,2 x 1,0 m, Platz für 35 - 40 Ferkel bis 25 kg, Auslauf:
2,4 x 1,8 m.
Bauliche
Voraussetzungen: Die Kisten werden auf befestigtem Boden mit leichtem
Gefälle zum Auslauf hin aufgestellt. Eine Überdachung
ist aufgrund der Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand) und der sonst
zu großen Wasseransammlung im Kanal notwendig. Die Tiere haben
ausreichend frische Luft und sind doch zugfrei untergebracht, was
sie widerstandsfähig gegenüber Atemwegserkrankungen macht.
Die Tierbeobachtung ist durch den großen Deckel, über
den auch der Automat gefüllt wird, einfach. Die Investitionskosten
betragen ca. öS 1250, - pro Aufzuchtplatz.
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Außenklima - Kistenstall für Mastschweine
Für
dieses System sprechen vor allem zwei Dinge, das sind zum einen
die sehr guten Haltungsbedingungen und zum anderen die niedrigen
Baukosten, verglichen mit einem konventionellen Warmstall. Praxisergebnisse
zeigen, dass sich Außenklimaställen durch überdurchschnittliche
tierische Leistungen und niedrige Betriebskosten auszeichnen.
Im Folgenden wird ein in der Steiermark erbauter Außenklimastall
für Mastschweine vorgestellt, der im Sommer wie im Winter ausgezeichnete
Leistungen brachte.
Der Stall besteht aus einem befestigten Ruhebereich in einer Kiste
als Kleinklimazone und einem Freß-, Kot- und Beschäftigungsbereich
auf Spaltenboden. Der befestigte Teil ist mit einer Fläche
von 0,6 m² für die Endmast so knapp bemessen, dass Verschmutzungen
in diesem Bereich großteils vermieden werden. Die Gesamtfläche
beträgt über 1 m²/Tier für die Endmast. Das
Paneeldach ist als Schrägdach mit einer Neigung von 17°
ausgeführt, die Vorderseite ist in Südrichtung offen.
Die Sonneneinstrahlung kann so energietechnisch am besten genutzt
werden.

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