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Umrauscher
Es
muss nicht immer PRRS sein!
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Was der Fruchtbarkeitsexperte empfiehlt:
1.
Rauschekontrolle grundsätzlich zweimal täglich während
der Ruhephase im Stall.
Hektik
unterdrückt den Duldungsreflex - ruhig bleiben! Führen
Sie die Sauen zum Eber, da Sie dann den Brunstbeginn besser erkennen.
Achten Sie während der Hauptbrunst auf:
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Nachlassen
von Rötung und Schwellung der Scham. |
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Leicht
getrübter zäher Brunstschleim. Erfassen Sie den Duldungsbeginn,
denn davon hängt der richtige Besamungszeitpunkt ab. |
2.
Je später die Sau rauscht, um so kürzer ist die Brunst,
um so früher muss besamt werden.
Die
Eisprünge liegen im letzten Drittel der Rausche. Die Belegung
muss 12 Stunden vor bis 4 Stunden nach diesem Zeitpunkt erfolgen,
damit die Samenzellen befruchtungsfähige Eier finden.
3.
Vermeiden Sie Spermamängel!
Ursachen
für Spermamängel beim Eber können sein:
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Fieber:
Kann die Spermien für 6 bis 8 Wochen schädigen. |
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Parasiten
des Ebers: Würmer, Räude |
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verdorbenes
Futter |
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Penisbluten:
Blut schädigt Spermien |
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schlechte
Haltungsbedingungen |
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Dunkelhaltung |
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starke
Überbeanspruchung: wöchentlich max. 3 Sauen pro Jungeber,
max. 4 Sauen pro Alteber. |
4.
Führen Sie genaue Aufzeichnungen (Sauenplaner)!
Nur
so können Sie Eber mit schlechter Befruchtungsrate und unterschiedlichen
Wurfgrößen herausfinden. Insbesondere neu zugekaufte
und erkrankte Eber aufmerksam beobachten! Wird vorwiegend mit Mischbelegung
gearbeitet, so kann ein unfruchtbarer Eber nicht erkannt werden.
5.
Äußerste Sorgfalt bei der künstlichen Besamung
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Keine
Besamung ohne Stimulation! |
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Besamen
Sie nur während der Ruhephase im Stall. |
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Staubfreie,
funktionsfähige Pipette. |
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Trockene
Reinigung der Scham, z.B. mit Zellstoff. |
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Als
Gleitmittel nur Paraffinöl oder Sperma nutzen, alles andere
schädigt die Spermien! |
Gehen
Sie deshalb folgendermaßen vor:
| I. |
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Führen
Sie die Pipette schräg von oben bis zur Mitte des Gebärmutterhalskanals
ein: "Die Sau muss die Pipette halten!" |
| II. |
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Anschließend
die Tubenspitze abschneiden, die Tube auf die Pipette setzen
und das Sperma ohne Druck in das Genital der Sau abfließen
lassen. |
| III. |
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Besamungsdauer
mindestens 3 Minuten. Stimulieren Sie die Sau während der
ganzen Zeit (ev. Decktasche)! |
| IV. |
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Nach
Leerung der Spermatube die Pipette nicht sofort zurückziehen.
Damit wird unnötiger Spermarückfluß vermieden. |
5.
Sperma richtig lagern
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Achten
Sie auf die Lagertemperatur von 16 - 18° C und vermeiden
Sie Temperatur-schwankungen! Überprüfen Sie die Temperaturen!
Bei Lagerung in der herkömmlichen Styropor-Box kontrollieren
Sie mit Minimax-Thermometer. |
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Die
Klimabox hält die Temperatur automatisch. Stellen Sie die
Box in einen staubfreien, sauberen Raum. |
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Dunkel
lagern. |
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Bei
optimaler Lagerung hat Sperma eine Lebensdauer von drei Tagen! |
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Was der Haltungsexperte rät:
1. Fast in jedem 2. Betrieb liegen die Sauen zu kalt!
In diesen Betrieben sind Harnwegsinfektionen an der Tagesordnung
und erhöhte Umrauschquoten sind die Folge. Oft sind die Ställe
nicht genügend isoliert. Ohne Heizung bekommt man solche Ställe
nicht trocken. 20° C sollte die Mindesttemperatur bei strohloser
Haltung sein.
2.
Die Sauen müssen sich nach dem Absetzen bewegen können!
Bewegung fördert die Rausche. Auslauf der Sauen auf aussen
liegende befestigte Flächen ist förderlich für die
Rausche. Einzeltierhaltung im Deckzentrum ist vorteilhaft. Die Sauen
sollten jedoch die Möglichkeit haben, sich auf dem Treib- oder
Mistgang bewegen zu können.
3.
In einem hellen Deckzentrum fühlen sich die Sauen am wohlsten!
Die Mindestlichtstärke im Deckzentrum sollte 250 Lux betragen.
Tagsüber werden 100 Lux erreicht, wenn die Fensterfläche
(südwest nach südost) mindestens einem Zwölftel der
Stallgrundfläche entspricht.
4.
Sauen brauchen den Eberkontakt, wenn sie rauschen sollen!
Die Sauen, die rauschen sollen, sind in der Nähe des Ebers
aufzustallen. Durch das Treiben der Sauen zum Eber kann die Rausche
gefördert werden. Jungsauen aus bekannter Herkunft können
sofort in das Deckzentrum eingestallt werden. Sie sollten jedoch
innerhalb des Deckzentrums noch einmal umgestallt werden, um die
Rausche zu fördern. Jungsauen bis nach dem Belegen in Gruppen
halten. Werden Jungsauen unbekannter Herkunft zugekauft, so sind
sie vorerst in einem Quarantänestall unterzubringen.
5.
Sauberkeit, Hygienemaßnahmen, Desinfektion helfen den Produktionserfolg
sichern.
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